Bevor der amerikanische Mathematiker Edward O. Thorp das System des Karten-zählens entwickelte, war es üblich, dass in Casinos beim Blackjack mit nur einem Kartendeck gespielt wurde. Mit dem System vertraute Spieler zählten hierbei die bereits gefallenen hohen Karten um zu erkennen, wann die Zusammensetzung des restlichen Kartendecks vorteilhaft für sie war, und erhöht daraufhin ihre Einsätze. Nachdem Thorp seine Strategie 1966 in dem Buch “Beat the dealer: a winning strategy for the game of twenty-one” veröffentlichte, reagierten die Casinos umge-hend, indem sie das Mitzählen der Karten verboten und die Anzahl der verwendeten Kartendecks erhöhten. Obwohl es immer noch denkbar ist, dass besonders begabte Menschen in landbasierten Casinos durch Kartenzählen den Hausvorteil zumindest minimieren können, ist dies beim Spielen im Internet durch die unbegrenzte Anzahl an Kartendecks22 unmöglich.

Bei Arbitragewetten, welche im Fachjargon auch als „Surebets“ bezeichnet werden, handelt es sich um eine theoretisch risikolose Ausnutzung von Quotendifferenzen bei verschiedenen Buchmachern23. Nehmen wir an, ein Anbieter „A“ würde für einen Boxkampf, bei dem es der Einfachheit halber kein Unentschieden geben kann, auf den Sieg des Boxers „A“ eine Quote von 2,2 anbieten. Gleichzeitig bietet ein anderer Anbieter „B“ auf den Sieg des Boxers „B“ eine Quote von 2,1 an. Würde ein Spieler nun beim Anbieter „A“ 100 Euro auf den Sieg des Boxers „A“ setzen und beim Anbie-ter „B“ eine Wette in Höhe von 100 Euro auf den Sieg des Boxers „B“, würde er ins-gesamt 200 Euro wetten. Gewinnt Boxer „A“, erhält der Spieler einen Betrag von 220 Euro, gewinnt Boxer „B“ erhält er 210 Euro – unabhängig vom Ausgang des Box-kampfes kann der Spieler mit einem garantierten Gewinn von mindestens 10 Euro rechnen.

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